BISHERIGE THEMEN:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HOME

„Gunther Ladurner Pflegezentrum“ für Menschen mit besonderen Bedürfnissen – Geplanter Baustart im Februar 2012

Das „Guther Ladurner Pflegezentrum“ an der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg wird 88 Betten umfassen. Auf einer Nettonutzfläche von rund 5.700 Quadratmetern werden künftig BewohnerInnen mit neurologischen Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, Apallisches Syndrom, Morbus Parkinson sowie dementiellen Erkrankungen, betreut werden, welche einen erhöhten Pflege- und Betreuungsbedarf benötigen. Mit Errichtung des Pflegezentrums reagiert das Land Salzburg auf die demographische Entwicklung, die bis 2030 voraussichtlich eine Verdoppelung der über 85-Jährigen bringen wird. Träger des Pflegezentrums  ist die Gemeinnützige Pflegezentrum Salzburg GmbH welche zu 50% aus der Humanocare GmbH, zu 40% aus der Gemeinnützigen Salzburger Landeskliniken Betriebsges.m.b.H. und zu 10% aus dem Multiple Sklerose Solidaritätsfonds Dr. Wilfried Hauslauer besteht. Das Gesamtinvestitionsvolumen ist mit 11,7 Millionen Euro budgetiert. Baustart ist im Februar 2012 und eröffnet wird im Sommer 2013. Seinen Namen bekommt das Pflegezentrum posthum aufgrund des großen Engagements seines Initiators, des ehemaligen Ärztlichen Direktors der Christian-Doppler-Klinik und Primar der Universitätsklinik für Neurologie, Hofrat Univ.-Prof. Dr. Gunther Ladurner.

Lange Verhandlungen mit erfreulichem Ausgang

Der Bau des Pflegezentrums für Menschen mit besonderen Bedürfnissen an der Christian-Doppler-Klinik wurde grundsätzlich von der Regierung bereits im Jahr 2008 beschlossen. Gesundheits- und Soziallandesrätin Mag. Cornelia Schmidjell betont: „Ich freue mich darüber, dass ich im Sommer 2011 endlich den Durchbruch bei den Verhandlungen mit dem Städte- und Gemeindebund erzielen konnte, deren Zustimmung notwendig war, da die laufenden Kosten zur Hälfte vom Land und zur Hälfte von Städten und Gemeinden getragen wird. Hier wird nicht nur die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertiger Pflege verbessert, sondern hoher volkswirtschaftlicher Nutzen dadurch erzielt, dass Arbeitsplätze – vor allem in den Pflegeberufen – und damit Einkommen und zusätzliche Zahlungen in die Steuer- und Sozialversicherungstöpfe geschaffen werden."

Landeshauptmann-Stv. Mag. David Brenner erklärt: „Das Gesamt-Investitionsvolumen ist mit 11,7 Millionen Euro veranschlagt. Der Baubeginn ist dringend notwendig, die Hausaufgaben seitens des Landes wurden erledigt. Baustart ist im Februar 2012, im Sommer 2013 soll das Pflegezentrum fertig gestellt sein und in Betrieb gehen. Diese investive Maßnahme wird über 100 Arbeitsplätze schaffen.“

Gesundheits- und Soziallandesrätin Mag. Cornelia Schmidjell betont: "Das Pflegezentrum in der Christian Doppler Klinik wird einen bedeutenden Fortschritt für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen darstellen. Die Einrichtung wird auf Pflegebedürftige mit hoher Pflegegeldstufe (Durchschnitt Pflegegeldstufe 6) und spezielle Pflegebedürfnisse ausgerichtet sein. Durch die unmittelbare Anbindung an die Klinik können viele Synergien genutzt werden und ein sehr spezielles Pflegekonzept angewendet werden", so Schmidjell im Rahmen des Pressegesprächs. "Eine wesentliche Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Finanzierung unseres Gesundheitssystems ist es, die Schnittstelle zwischen akutstationärer Versorgung im Krankenhaus und Langzeitpflege richtig zu gestalten und die Menschen dort unterzubringen, wo sie am besten versorgt werden können. Wenn daher künftig Wachkomapatienten, schwer Demenzerkrankte oder multipel beeinträchtigte Menschen in dieser hoch spezialisierten Pflege-einrichtung versorgt werden können, ist das der richtige Weg", erklärte die Landesrätin. „Der Bau des Pflegezentrums sei sozialpolitisch für die Gemeinden dringend notwendig, um schwer und spezifisch pflege-bedürftigen Menschen stationäre Pflegebetten anbieten zu können", so Schmidjell ergänzend. SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst erklärt: „Die Investitionskosten werden Großteils über Wohnbauförderungsgelder des Landes sowie über Annuitätendarlehen finanziert werden. Die SALK, Humanocare und der MS-Fond werden dieses wichtige Projekt für Salzburg gemeinsam umsetzen. Das Pflegezentrum wird durch eine eigens errichtete gemeinnützige, nicht auf Gewinn ausgerichtete, Gesellschaft betrieben welche zu 50% aus der Humanocare GmbH, zu 40% aus der Gemeinnützigen Salzburger Landeskliniken Betriebsges.m.b.H. und zu 10% aus dem Multiple Sklerose Solidaritätsfonds Dr. Wilfried Hauslauer besteht.“

Das neue Pflegezentrum ermöglicht stationäre Betreuung von schwer und spezifisch pflegebedürftigen Menschen

Das Konzept der Gemeinnützige Pflegezentrum Salzburg GmbH für den Bau und den Betrieb des Pflegezentrums in der Christian-Doppler-Klinik geht in der Detailplanung von BewohnerInnen mit neurologischen Grunderkrankungen aus, die einen erhöhten Pflege und Betreuungsbedarf benötigen. Dies gilt ebenso für Personen mit verhaltensauffälligen dementiellen Erkrankungen niedrigerer Pflegestufen, welche häufig einen erhöhten Betreuungseinsatz benötigten. Laut einer Studie der Sozialabteilung des Landes Salzburg (Pflegebedarf 2017) kann dieser in einem durchschnittlichen Pflegeheim – welches auf eine gesamtdurchschnittlichen Pflegestufe von 3,6, ausgerichtet ist – derzeit nicht gewährleistet werden.

„Bewohnerinnen und Bewohner werden Personen mit besonderen Bedürfnissen sein, die sich in hohen Pflegestufen befinden und Grunddiagnosen wie Wachkoma, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Chorea Huntington oder verschiedene neurologische Krankheitsbilder sowie Demenz-Erkrankungen haben“, so der Ärztliche Direktor der Christian-Doppler-Klinik Dozent Dr. Reinhold Fartacek.

Zum anderen bringe das Bauvorhaben auch volkswirtschaftlich positive Effekte. Brenner: "Wir schaffen und sichern hier schon während der Bauphase  Arbeitsplätze – und in weiterer Folge in der Pflegeeinrichtung selbst."

Schmidjell ergänzt: „Wenn wir es schaffen, adäquate Pflegeplatzangebote anzubieten, müssen Pflegebedürftige nicht fälschlicher Weise in teureren Krankenhausbetten liegen. Das heißt, wir entlasten dadurch das Gesundheitsbudget und sorgen für eine bedarfsgerechte Versorgung der Salzburgerinnen und Salzburger.“

SALK und Humanocare betreiben gemeinsam Pflegezentrum mit modernster Ausstattung

Das rund 5700 Quadratmeter große Gebäude wird BewohnerInnen auf drei Geschossen 88 moderne Einzelzimmer mit eigenem Badezimmer bieten. Bereits in der Planung des modernen Pflegezentrums wurden spezielle Erfordernisse und Bedürfnisse berücksichtigt. So ist es u.a. möglich anhand von flexiblen Trennwänden, nach Rücksprache mit der Abteilung 3 des Landes Salzburg, eine definierte Anzahl von Einbettzimmern zu größeren Zimmern zusammenzuführen, aber auch jederzeit wieder zu trennen. Durch die Nähe und die direkte Anbindung an die Universitätsklinik für Geriatrie können Synergien in den Bereichen, wie z.B. in den medizinisch- und therapeutischen Bereichen optimal genutzt werden. Die Ebenen des Pflegezentrums sind mit einem zentralen Schwesternstützpunkt und innen liegenden Verkehrsflächen so gestaltet, dass sich alle Zimmer an den Außenseiten befinden und die Aussicht auf die Parkanlage der Christian-Doppler-Klinik genossen werden kann. Geplant wurde das Pflegezentrum von kofler architects – Architekt DI Ludwig Kofler aus Salzburg.

„Ich freue mich, hier an der Christian-Doppler-Klinik, gemeinsam mit der SALK und dem MS Fonds dieses Projekt zu realisieren, an dem federführend auch Univ.-Prof. Dr. Gunther Ladurner, der kürzlich verstorbene Ärztliche Direktor der Christian-Doppler-Klinik beteiligt war.“ so  Mag. Julian M. Hadschieff, Eigentümer der Humanocare GmbH.

Die Firma Humanocare betreut in ganz Österreich anerkannte Einrichtungen für ältere Menschen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Zentren für Rehabilitation.

„Wir verfügen über langjährige Erfahrung in den Bereichen Betriebsführung, Beratung in Qualitäts- und Projektmanagement. Dies macht uns zum Experten, wenn es darum geht, eine Brücke zwischen sozialer Sicherheit für die Menschen in den Einrichtungen und der wirtschaftlichen Stabilität der dahinterstehenden Betriebe zu schaffen“, betont Hadschieff abschließend.
 

Bildrechte: SALK/Wild&Team
Bild: v.l.n.r.: Priv.-Doz. Dr. Reinhold Fartacek; David Brenner Landeshauptmann Stv.; SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst; Gesundheitslandesrätin Mag. Cornelia Schmidjell, Mag. Julian M. Hadschieff Geschäftsführender Gesellschafter Humanocare GmbH;

 

Diese Seite ist für eine Auflösung ab 1024 * 768 optimiert. Sollten Sie eine geringere Auflösung haben, bitte ändern Sie diese oder drücken Sie F11 um die sichtbare Fläche zu vergrößern.
Copyright © 2003 [austropoint.at]. Alle Rechte vorbehalten.